Wissenschaftliche Kooperation

Quelle: ekiba_ZfS

Zu den Aufgaben des Zentrums für Seelsorge gehört nicht nur die Koordination der Fortbildung in Seelsorge im Blick auf die Praxis, sondern auch die wissenschaftliche Reflexion dieser Praxis; als immer wieder neue kritische Infragestellung dieser Praxis aus theologischer und interdisziplinärer Perspektive wie auch als neue Theoriebildung, die aus den Ergebnissen der Praxis gespeist wird.

Durch die Verbindung von Seelsorgeausbildung und -fortbildung mit der wissenschaftlichen Forschung und Lehre bewahrt das Zentrum für Seelsorge seinen Bezug zur Theoriebildung von Seelsorge

  • als interpersonalem Geschehen
  • in einem gegenwärtigen gesellschaftlichen Kontext
  • im interdisziplinären Zusammenhang (z.B. Medizin, Psychologie, Soziologie) im Sinne einer wechselseitigen, Theorie- und Praxisorientierten Zusammenarbeit
  • mit den Schwerpunkten der (empirisch-) wissenschaftlichen Erhebung von - einzelnen Seelsorgefeldern (z.B. Notfallseelsorge, Altenheim) - besonderen Themenbereichen der Seelsorge (z.B. Krankheit, Interkulturalität, Lebensaltersstufen, Alltag, Sterben, usw.) - Strukturfragen (z.B. Professionalität,

Die wissenschaftliche Perspektive leistet einen wichtigen Beitrag zur Konzeptionsbildung von Seelsorgefortbildung des Seelsorgezentrums, dient der Evaluation und der Qualitätssicherung der praktizierten Seelsorgefortbildung und widmet sich der Untersuchung konkreter Seelsorgebezogener Einzelthemen in wissenschaftlichen Projekten und Qualifikationsarbeiten. In der wissenschaftlichen Auswertung und curricularen Rückspeisung der Ergebnisse ins Ausbildungssystem können langfristig anwendungs- und forschungsbasierte Konzepte entwickelt werden (evidence based pastoral care). In Lehrveranstaltungen, Seminaren und Kolloquien etc. können Auszubildende, PraktikerInnen und Forschende in unterschiedlicher Kombination zuammenarbeiten. Zugleich besteht so die Möglichkeit eines intensiven, interdisziplinären Austauschs mit den unterschiedlichsten, dieSeelsorge tangierenden Wissenschaften.

Die Kooperation und Zusammenarbeit mit Seelsorgeaus- und -fortbildungseinrichtungen im deutschsprachigen Raum und mit den einzelnen Seelsorgeorientierten universitären Lehrstühlen kann gefördert werden.

Wissenschaftliche Kooperationspartner

Praktisch-Theologisches Seminar der Uni Heidelberg

Das Zentrum für Seelsorge arbeitet in enger Kooperation mit der Theologischen Fakultät, insbesondere dem Praktisch-Theologischen Seminar der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Der wissenschaftliche Direktor des ZfS ist Professor für Praktische Theologie mit Schwerpunkt Seelsorge. Im Mittelpunkt steht die Vernetzung von Seelsorgetheorie und -praxis. Handlungsfelder der Seelsorge, die Personen der Seelsorgenden und der Seelsorge-Suchenden im Zusammenspiel der verschiedenen Disziplinen der Humanwissenschaften und der Theologie werden wissenschaftlich reflektiert. Das ZfS vergibt auch Forschungsaufträge. Es fördert den theologisch-wissenschaftlichen Diskurs ebenso wie die Vernetzung aller Seelsorgedienste in der Landeskirche. Es gewährleistet, dass Aus- und Fortbildung in der Seelsorge aufeinander bezogen sind. 

 

Evangelisches Studienseminar Moratahaus

Zusammen mit einem Studentenwohnheim bildet das Petersstift Teil des Evangelischen Studienseminars Morata-Haus. Im Petersstift wohnen die Lehrvikarinnen und Lehrvikare während jeweils einmonatiger Kurse; die übrige Zeit der Ausbildung verbringen sie in ihren Ausbildungsgemeinden. Ein Stab von zehn Dozentinnen und Dozenten unterrichtet in den Fächern: Religionspädagogik, Homiletik, Poimenik, Liturgik, Pastorallehre, Kirchenrecht. Eine badische Besonderheit ist dabei, dass Professorinnen und Professoren der Theologischen Fakultät Heidelberg vier dieser Fächer lehren, jeweils mit aus der Praxis kommenden badischen Pfarrerinnen oder Pfarrern als Teammitgliedern.15 Plätze für Lehrvikarinnen und Lehrvikare stehen pro Ausbildungsgruppe zur Verfügung. Wenn nicht alle Plätze von Badenern belegt werden, werden gerne auch Gastvikarinnen und Gastvikare aus anderen Landeskirchen aufgenommen, wenn sie von ihren jeweiligen Landeskirchen zum Vikariat zugelassen worden sind. 

Theologisches Studienhaus: http://www.morata-haus.de/

Noch  im Aufbau befindet sich die Seite http://www.morata-haus.de/

 

EH Freiburg

Die EH Freiburg ist eine Hochschule für Soziale Arbeit, Diakonie und Religionspädagogik. Das Studium an der Evangelischen Hochschule in Freiburg ermöglicht eine qualifizierte Berufsbildung, die zur Bewältigung der sozialen und pädagogischen Aufgaben der Gegenwart in Gesellschaft, Kirche, Diakonie und Schule befähigt.

http://www.eh-freiburg.de/

 
Theologische Perspektiven zur Seelsorge mit alten Menschen in Pflegeheimen
ZfS-Programm 2019

Kurse und Seminare für haupt- und ehrenamtlich in der Seelsorge Tätige.