Gemeindediakone und Gemeindediakoninnen

Sie arbeiten religionspädagogisch mit besonderen Zielgruppen: mit Kindern, Jugendlichen, Frauen und Männern, mit Seniorinnen und Senioren, Aussiedlern und Neuzugezogenen...
Einer ihrer Schwerpunkte liegt in der Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden. Ihr Dienst ist auf die spezifischen Aufgaben und Bedürfnisse der Ortsgemeinde ausgerichtet und geschieht in enger Dienstgemeinschaft mit dem Pfarrer, der Pfarrerin bzw. mit anderen Hauptamtlichen im Kirchenbezirk. Sie begleiten und qualifizieren die Ehrenamtlichen ihrer Aufgabenbereiche.
Zu  ihrem Aufgabenbereich in der Gemeinde gehören z.B. alle Bereiche der Gruppenarbeit in der Gemeinde, die Begleitung und Schulung von ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen, Projekte und Veranstaltungen mit verschiedenen Zielgruppen, die Mitwirkung bzw. Durchführung von besonderen Gottesdienstformen, wie z.B. Kinder-, Jugend-, Familien- und weiteren Gottesdienstformen.

Zu ihrem Dienst gehört ein Pflichtdeputat von sechs Stunden Religionsunterricht, insbesondere in Grund-, Haupt- oder Realschulen.

Sie können aber auch mit dem Dienst in der Krankenhausseelsorge betraut oder in anderen Seelsorgebereichen eingesetzt werden. In der Regel kann dies nach mehrjährigem Dienst in der Gemeinde geschehen. Dafür muss allerdings eine berufsbegleitende Qualifikation für den Seelsorgedienst erworben werden. In diesem Arbeitsbereich gibt es nur wenige Stellen.

Gemeindediakone und Gemeindediakoninnen werden

Die Anstellungsvoraussetzung durch die Landeskirche ist in der Regel ein abgeschlossenes Studium der Religionspädagogik/ Gemeindediakonie an der

Evangelischen Hochschule Freiburg
Bugginger Str. 38
79114 Freiburg

Tel.: 07 61/4 78 12-0
E-Mail: javascript:linkCrypted('ockn%3Egj%2Bhtgkdwti%2Cfg', 2)
http://www.eh-freiburg.de

oder an einer anderen evangelischen Fachhochschule.
Die Ausbildung an anderen kirchlichen Ausbildungsstätten kann vom Evangelischen Oberkirchenrat im Rahmen der EKD-Richtlinien anerkannt werden. Es empfiehlt sich, vor einer solchen Ausbildung die Frage der Anerkennung beim Evangelischen Oberkirchenrat zu klären. Bei Bewerbungen für die Anstellung als Religionslehrerin / Religionslehrer oder als Bezirksjugendreferentin / als Bezirksjugendreferent ist das Schulreferat bzw. das Amt für Kinder- und Jugendarbeit beim Übernahmegespräch vertreten.

Bei einer Ausbildung mit Fachschulabschluss (z. B. bestimmte Bibelschulen mit mindestens 3-jähriger Ausbildung) ist eine berufsbegleitende Aufbauqualifikation verpflichtend. Bis zum Abschluss der Aufbauqualifikation ist lediglich eine befristete Anstellung möglich.

Einstellungsverfahren:
Nach Prüfung der Bewerbungsunterlagen folgt ein Übernahmegespräch im Personalreferat des Evangelischen Oberkirchenrates. Erst nach der Zusage zur Übernahme in den Dienst der Evangelischen Landeskirche in Baden können sich Interessentinnen und Interessenten mit den Pfarr- oder Kirchengemeinden bzw. den Kirchenbezirken in Verbindung setzen, in denen eine Stelle zu besetzen ist. Kommt es zur Übereinstimmung, wird die landeskirchliche Anstellung vollzogen.

Gehalt
Gemeindediakone/Gemeindediakoninen sind landeskirchlich angestellt und werden nach TVÖD Fallgruppe 10 bezahlt. Sie fangen im 1. Dienstjahr mit Stufe 1 an.

Stellensituation für Gemeindediakone und Gemeindediakoninnnen

Gemeindediakoninnen und –diakone sind wie die Jugendreferentinnen und –referenten landeskirchlich angestellt.

Derzeit sind insgesamt 116 Stellen für Gemeindediakoninnen und –diakone nach einem bestimmten Berechnungssystem auf die 29 Kirchenbezirke verteilt. Die Stellen sind nahezu alle besetzt. Trotzdem ist es für Absolventinnen u. Absolventen der Ev. Fachhochschule Freiburg – Fachbereich Religionspädagogik – möglich, eine Stelle zu finden. Durch Eintritt in den Ruhestand, Stellenwechsel oder längere Beurlaubungen aus unterschiedlichen Gründen wird immer wieder etwas frei. Freilich sind die Auswahlmöglichkeiten nicht riesig; erst recht nicht, wenn eine bestimmte Gegend im badischen Ländle als Einsatzort bevorzugt wird. So manche Interessentin, mancher Interessent beginnt zunächst mit einem kleinen Deputat im Religionsunterricht. Auch wenn viele Kolleginnen und Kollegen aus dieser Berufsgruppe einen Schwerpunkt in der gemeindlichen Jugendarbeit haben, sind sie doch so grundständig ausgebildet, dass viele weitere gemeindliche und bezirkliche Aufgaben von ihnen übernommen werden können.

Weitere Infos erhalten Sie bei: Werner Volkert, Landeskirchlicher Beauftragter für Gemeindepädagogischen und Gemeindediakonischen Einsatz

Stellenbesetzung und -wechsel

Stellenbesetzung und Stellenwechsel erfolgen über das Personalreferat im EOK

Bedingt durch die landeskirchliche Anstellung werden alle Stellenbesetzungen und –wechsel über das Personalreferat im EOK, Abteilung Personaleinsatz, von der Landeskirchlichen Beauftragten für  Gemeindediakoninnen und –diakone, verantwortet. Jeweils zum 15. April und zum 15. Dezember eines jeden Jahres sind die Bewerbungsunterlagen von den Stellensuchenden hier einzureichen. 
Freie Stellen sind intern im Gesetzes- und Verordnungsblatt ausgeschrieben. Dieses erhalten die hauptamtlich Mitarbeitenden zugesandt. Bewerbungen bzw. Interessensmeldungen auf freie Stellen sind an das Personalreferat zu richten. Dieses teilt dann den ausschreibenden Gemeinden / Bezirken mit, wer sich beworben hat. 
Interessentinnen und Interessenten, die vom Personalreferat eine Übernahmezusage für den Dienst in der Ev. Landeskirche bekommen haben, werden darüber informiert, welche Stellen zum Zeitpunkt der Übernahme besetzbar sind. Bei Interesse  erhalten sie daraufhin eine Einladung in die Gemeinde bzw. in den Kirchenbezirk für ein Vorstellungsgespräch. Wenn man sich für eine Zusammenarbeit entschieden hat, wird das Personalreferat (die Landeskirchliche Beauftragte für Gemeindediakoninnen und –diakone) unterrichtet, ab wann die Einstellung bzw. Versetzung gelten soll. Die Personalverwaltung des EOK erstellt daraufhin den Arbeitsvertrag bzw. die Anweisung der Versetzung.

Ihr Ansprechpartner:

Werner Volkert

Quelle: ekiba_hornung
Dipl.-Religionspädagoge M. A. ist Landeskirchlicher Beauftragter für den gemeindepädagogischen und gemeindediakonischen Einsatz in Baden.

Tel.: (0721) 9175-205                                    
Sekretariat: Christine Fischer
Tel.: (0721 9175 – 206)
Zimmer: A.2.26

 

Werner Volkert  ist seit April 2010 Landeskirchlicher Beauftragter für den gemeindepädagogischen und gemeindediakonischen Einsatz in Baden.

Zur Person:
Geboren 1959, aufgewachsen in Hüffenhardt (Nordbaden). 1976-1982 Ausbildung zum Industriekaufmann und Mitarbeit in der Geschäftsleitung eines mittelständischen Unternehmens. 1982-86 Studium der Religionspädagogik in Freiburg. Langjährige Tätigkeit als Gemeindediakon im Gruppenamt Blumberg, 2004-2006 Studium Sozialmanagement an der Evangelischen Hochschule in Freiburg.

Telefon: 0721-9175-205