Gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution

Quelle: Ully Arndt - www.ullyarndt.de

Entlang den Transitstrecken nach Österreich, in die Schweiz und nach Frankreich entstehen immer größere „Prostitutionsmilieus“. Viele Frauen aus den GUS-Staaten werden Opfer von Zwangsprostitution. Deshalb ist es dringend notwendig, ein adäquates Netzwerk gegen Zwangsprostitution aufzubauen.

Das von der Frauenarbeit gemeinsam mit dem Diakonischen Werk in Baden initiierte Projekt „Gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution“ konkretisiert sich. Die Frauenarbeit wird mit jährlich 10000 EUR über 3 Jahre die Fachberatungsstellen unterstützen. Weitere Finanzierungsgrundlagen werden über Beantragung von Mitteln bei der Aktion Mensch und der Europäischen Union geschaffen. Mit diesen Fördermitteln wird der Aufbau der konkreten Arbeit vor Ort und der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit finanziert.

Mittlerweile wurden Kontakte zu der Fraueninitiative Semja in Mogilew, Weißrussland, geknüpft, die Frauen nach ihrer Rückkehr betreut. Die Frauen brauchen in ihren Herkunftsländern ebenfalls Schutzwohnungen, da es ihnen häufig nicht möglich ist, zu ihren Verwandten zurückzukehren. Durch die badische Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ soll eine Schutzwohnung in Weißrussland finanziert werden.

Trotz aller Mittel ist immer noch die Finanzierung der Hilfen für Frauen, die nicht im Zeugenschutzprogramm sind, ein Problem. Die betroffenen Frauen benötigen eine Unterkunft, Lebensunterhalt, medizinische Versorgung, Dolmetscherdienste, Rechtsbeistände und Rückkehrhilfen.

Die Frauenarbeit hat für diese Einzelfallhilfe einen Fond eingerichtet, der betroffene Frauen unbürokratisch unterstützt. Um Ihre Spenden dafür bitten wir:

Bankverbindung der Evangelische Frauen in Baden
Evangelischer Oberkirchenrat Karlsruhe
Evangelische Bank · IBAN DE07 5206 0410 0000 5000 11 · BIC GENODEF1EK1
Verwendungszweck: HHSt 1320.2210 UK 4

Inge Bayer, Referentin für Müttergenesung, Frauen und Gesundheit

FreiJa - Aktiv gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution

Quelle: FreiJa

Frauen ohne Aufenthaltstitel und ohne Krankenversicherung, mit dubiosen und unerklärlichen Lebensgeschichten kamen immer häufiger in Beratungsstellen an der badischen Grenze. Kompetente Hilfe wurde notwenig. 2003 begannen Fachleute im Arbeitskreis „Menschenhandel und Zwangsprostitution in Baden“, neue Beratungsangebote in der Region zu entwickeln.

Mit der finanziellen Unterstützung von „Aktion Mensch“, der Frauenarbeit der Evangelischen Landeskirche in Baden und des Diakonischen Werkes Baden konnten ab Juni 2006 die drei Fachberatungsstellen in Kehl, Kirchzarten und Weil am Rhein ihre Arbeit aufnehmen: FreiJa bietet in Südbaden ein interdisziplinäres, flächendeckendes und grenzüberschreitendes Beratungs- und Hilfesystem für die Opfer von Frauenhandel und Zwangsprostitution. Seit Bestehen der Fachberatungsstellen wurden 32 Frauen begleitet und unterstützt. Sie kamen aus Tschechien, Ukraine, Slowakei, aus afrikanischen Ländern, aber auch viele aus Deutschland. Diese Betreuungen sind sehr zeitintensiv, nicht zuletzt deshalb weil viele Frauen sehr verängstigt sind und schweigen aus Angst um ihr Leben. Grundlegendes Ziel ist es, Mädchen und Frauen, die Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution geworden sind, so zu unterstützen, dass  sie sich aus Abhängigkeitsstrukturen und Gewaltverhältnissen lösen und ein unabhängiges, selbstbestimmtes Leben führen können. Dieses Ziel kann aber nur erreicht werden, wenn die betroffenen Frauen in der besonderen Situation langfristig angemessene Unterstützung erhalten. Beratungsmöglichkeiten einfach und schnell zu finden, dieses Anliegen möchte FreiJa in der nächsten Zeit voranbringen.  

Helfen Sie mit Spenden:
Evangelischer Oberkirchenrat Karlsruhe
Evangelische Bank · IBAN DE07 5206 0410 0000 5000 11 · BIC GENODEF1EK1
Verwendungszweck: HHSt 1320.2210 UK 4
 
Weitere Infos finden Sie hier: http://www.diakonie-freiburg.de/index.php?freija