Ehemalige Synagoge Kippenheim

"Dies ist nichts anderes als ein Haus Gottes"

Quelle: Verein Ehemalige Synagoge Kippenheim

... so lautet die hebräische Inschrift über dem Eingangsportal der Synagoge in Kippenheim. Diese hat eine wechselvolle Geschichte erlebt. In den Jahren 1850-1852 wurde sie im neuromanischen Stil erbaut.

Die Kippenheimer Juden hatten zwar bereits seit dem Jahr 1794 in einer ersten Synagoge Gottesdienst feiern können, doch wurde diese im Laufe der Jahre für die wachsende jüdische Bevölkerung zu klein. Anfang 1850 erhielt die jüdische Gemeinde die Baugenehmigung für eine größere Synagoge.
Diese konnte im Januar 1852 eingeweiht werden und diente der Gemeinde ab da für ihre Gottesdienste. (Weitere Informationen finden Sie unter: www.alemannia-judaica.de)

1938 fiel die Synagoge dem Novemberpogrom zum Opfer und wurde geschändet und teilweise zerstört.

Nach dem Krieg wurde die Synagoge als Werkstatt und Lagerhalle benutzt, bevor sie 1981 zu einem "Denkmal von besonderer Bedeutung" erklärt wurde. Die Gemeinde Kippenheim kaufte die Synagoge und renovierte die Außenfassade und stellte deren ursprüngliches Aussehen wieder her.

Im Jahre 1996 wurde der "Förderverein ehemalige Kippenheimer Synagoge" gegründet - und begann schon bald darauf - in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kippenheim und dem Landesdenkmalamt - mit der Planung der Innenrenovierung, die ab 2002 in die Tat umgesetzt werden konnte. Im September 2003 konnte die Synagoge als Gedenk-, Lern- und Begegnungsstätte in Betrieb genommen werden.

Neben den Veranstaltungen, die in der Synagoge stattfinden, ist sie von März bis Oktober Sonntags von 14.00 -17.00 h für Besucher geöffnet.

Nähere Infos zur Synagoge und zum Förderverein erhalten Sie unter: www.ehemalige-synagoge-kippenheim.de

 
Fachtag Spiritualität und Tourismus

 Am 22.6.2017 im Kloster Hersberg, Immenstaad, und in der Bibelgalerie, Meersburg.
 
 
Ansprechpartnerin:
Sabine Kast-Streib - Kirchenrätin, Geschäftsführende Direktorin des Zentrums für Seelsorge (ZfS) und Leiterin der Abteilung „Seelsorge“ im Evangelischen Oberkirchenrat.